Vitamin C Infusionstherapie

In den letzten Jahren verdichtet sich die Erkenntnis, dass chronisch entzündliche Vorgänge an Entstehung und Unterhalt vieler chronischer Erkrankungen beteiligt sind, z.B. des kardiovaskulären Formenkreises (Bluthochdruck, Atherosklerose, KHK), Diabetes mellitus, rheumatoider Arthritis und Gelenksdegeneration, chronisch entzündlicher Darmerkrankungen und auch Krebs.

Heilt ein entzündlicher Prozess nicht ab, sondern wird chronisch, führt er auf Dauer zu Zellschäden, die sich nicht mehr selbst reparieren. Eine der größten Antriebskräfte chronischer Entzündungen ist oxidativer Stress. Dieser entsteht, wenn nicht genügend Antioxidantien zur Verfügung stehen, um reaktive Sauerstoffverbindungen, sogenannte freie Radikale, abzufangen bevor sie Zellschäden anrichten.

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist das vielseitigste physiologische Antioxidans. Die körpereigenen Ascorbinsäurespiegel sind bei vielen chronischen Erkrankungen reduziert. Die parenterale Gabe von Vitamin C hat eine positive Wirkung auf die Reduktion von oxidativem Stress und unterstützt u.a. die Hirnfunktion, das Immunsystem, die Wundheilung, den Knochenstoffwechsel, die Funktion des vasculären Endothels und den Eisenmetabolismus.

Vitamin C ist Co-Faktor vieler biochemischer Reaktionen wie Entgiftung der Leber, Synthese bestimmter Neurotransmitter und neuroendokriner Peptide, in der Biosynthese von Kollagen (Knorpel, Haut) und Carnitin (Fettstoffwechsel), es hemmt die Bildung hepatotoxischer und carzinogener Nitrosamine aus der Nahrung und verbessert die gastrointestinale Eisenresorption.