Chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS)

Erstmals wurde das chronisches Erschöpfungssyndrom (CFS) 1869 von Dr. George Beard beschrieben.

In Europa wird die CFS ominös-flapsig gerne als Neurasthenie, oder Yuppie-Hypochondrie wissenschaftlicher als epidemisch-myalgische Encephalomyelitis (ME) bezeichnet.

Eine post- bzw. parainfektiöse Genese ist inzwischen belegt.

Definition: Ausgeprägte physische und psychische Erschöpfbarkeit über mehr als 6 Monate ohne vorherige Belastung, verbunden mit einer Reihe somatopsychischer Begleitsymptome sowie nachhaltiger Minderung der gewohnten sozialen und beruflichen Aktivitäten.

Die Klassifikation bzw. Ausschlussdiagnose nach vorheriger Abklärung anderer Krankheiten, die mit chronischer Müdigkeit einher gehen können, erfolgt durch die 3 Hauptkriterien:

  • Auftreten ohne ähnliche Ereignisse in der Vorgeschichte
  • kein Schwinden durch Bettruhe oder Erholung
  • Verminderung der Tagesleistung unter 50% der gewohnten Aktivitäten über min. 6 Monate

sowie zahlreiche Nebenkriterien, z.B. zeitweilige Temperaturerhöhung, Lymphknotenschwellung, generalisierte oder wandernde Muskelschwäche, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen, refraktäre Müdigkeit ohne besondere vorausgehende Anstrengung, Konzentrationsstörungen, Reizbarkeit, Licht-/Lärmempfindlichkeit, Schlafstörungen u. v. m.

CFS/ME kann in jedem Lebensalter auftreten. Der Gipfel liegt bei 25-40 Jahren, besonders bei aktiven, in vollem Einsatz fordernder Karriere befindlichen Menschen, die entsprechende Infektionen oft nicht sachgemäß auskurieren und sich "büro-und firmentauglich" pushen.

Die Krankheit kann über Jahre andauern, Spontanremissionen, aber auch chronische Verläufe sind möglich.

Die Rückfallrate ist insbesondere durch banale Infekte, psychischen Stress oder physische Belastung jederzeit möglich und daher hoch.

Da die Entstehung dieses Syndroms offenbar multifaktoriell ist und das Krankheitsbild stark differieren kann, sind auch die Therapiemöglichkeiten, die immer in einer Entlastung und Stützung des Immunsystems bestehen, ähnlich vielfältig und nicht orthodox festgelegt.

Gerne beraten wir Sie über diagnostische und therapeutische Möglichkeiten und vor allem über Möglichkeiten einem CFS vorzubeugen.